Checkliste für Chefs: Sind Sie ein guter Motivator?

Von Christina Holl 23. Juni 2016

Als Chef fällt Ihnen auch die Aufgabe zu, Ihre Mitarbeiter immer wieder neu zu motivieren, auch wenn das ein oder andere Projekt vielleicht gerade nicht so gut läuft. Gar nicht so einfach, oder? Mit unserer Checkliste finden Sie heraus, an welchen Stellschrauben Sie drehen können, um die Motivation hoch zu halten.

Das Thema Mitarbeitermotivation erobert immer wieder die Schlagzeilen. Das Schlagwort “innere Kündigung” machte die Runde. Eine aktuelle Studie des US-Unternehmens Oracle schlägt in dieselbe Kerbe. Ihr zufolge bezeichnet sich nur jeder vierte Angestellte als „meistens motiviert“. Ergebnisse, die nachdenklich machen: Gilt diese Quote auch für das eigene Unternehmen? Das herauszufinden ist nicht einfach. Eines kann jedoch nicht schaden: Alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um seine Mitarbeiter zu motivieren.

Wir haben eine Checkliste erstellt, mit der Sie überprüfen können, ob Sie das bereits tun.

1. Stimmt das Gehalt?

Geld ist ein heikles Thema. Allen Diskussionen um Gehaltstransparenz zum Trotz, spricht man nur ungern darüber, wie viel man verdient. Als Motivator funktioniert das Gehalt, um das Interesse eines Bewerbers zu wecken. Mittel- bis langfristig wird das Thema in Bezug auf die Mitarbeitermotivation oft überbewertet.

Die Formel „Je höher das Gehalt, umso glücklicher der Angestellte“ geht nämlich nicht automatisch auf. Geld erhöht die Motivation nur bis zu einem gewissen Betrag - solange das Gehalt marktüblich ist. Denn wenn ein Mitarbeiter zu wenig verdient, nagt das deutlich an der Motivation. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Ihre Mitarbeiter ihrer Position entsprechend verdienen. Ein regelmäßiger Branchenvergleich hilft, zum Beispiel mit einem Blick auf das Gehalt einzelner Positionen in unserer Gehaltsübersicht.

2. Loben Sie ausreichend?

Eine andere Art der Währung, allerdings mit mindestens ebenso großer Wirkung, ist die Anerkennung durch den Chef. Immerhin nannten sie 91 % der Teilnehmer einer Befragung durch Robert Half als sehr wichtig für die Zufriedenheit im Job.

Lob sollte also nicht unterschätzt werden. Als Chef können Sie sich über diese Tatsache freuen. Denn Anerkennung lässt sich in vielfacher Form ausdrücken: Vom Schulterklopfen bis zur Beförderung. Sie haben in diesem Bereich also jede Menge Möglichkeiten - denken Sie nur daran, mit der Würdigung der guten Arbeit nicht zu lange zu warten.

3. Sorgen Sie für intrinsische Motivation?

Es gibt grob gesagt zwei Arten von Motivation, die extrinsische und die intrinsische Motivation.

Jeder Mitarbeiter sollte ein hohes Maß an intrinsischer Motivation entwickeln. Es ist sein eigener Anspruch, seine Aufgaben bestmöglich zu erledigen. Während Sie extrinsische Motivation regelmäßig erneuern müssen, kommt intrinsische Motivation „von selbst“. Um sie zu erreichen, müssen Sie bereits bei der Personalsuche darauf achten, dass Mitarbeiter und Aufgaben bestmöglich zusammenpassen. Matching-Verfahren von Personaldienstleistern können Sie bei der Suche nach dem passenden Kandidaten unterstützen.

4. Passt das Team gut zusammen?

Bei allem Fokus auf die Aufgaben sollte man die menschliche Komponente nicht aus den Augen verlieren. Befragungen durch Robert Half ergaben, dass die Motivation von Angestellten sehr darunter leidet, wenn sie mit Kollegen zusammenarbeiten müssen, die für ihren Job ungeeignet sind.

Auch hier zeigt sich wieder, wie wichtig bereits die Auswahl der Mitarbeiter ist. Eine Studie von Google ergab übrigens, dass Teams besonders effizient sind, wenn Sie sich sicher fühlen.

5. Wie gut ist der Kaffee?

Es klingt banal, aber „guter Kaffee“ taucht in fast allen Umfragen auf, die sich mit Mitarbeitermotivation beschäftigen. Ob dieser Punkt ernst zu nehmen ist, hängt wohl davon ab, wie groß der Anteil an Kaffee-Genießern in Ihrem Unternehmen ist.

Es kann aber nicht schaden, die Kollegen bei Gelegenheit einfach mal zu fragen, wie wichtig ihnen die Kaffee-Qualität am Arbeitsplatz ist. Ernten Sie dabei große Zustimmung, ist die Investition in eine gute Kaffeemaschine bestimmt ein angemessener Preis für den Motivationsgewinn.

6. Kennen Sie die Wünsche Ihrer Mitarbeiter?

Trotz aller Umfragen: Jeder Mitarbeiter hat individuelle Wünsche. Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich regelmäßig mit ihnen austauschen und ausloten, wie ihnen am besten entsprochen werden kann. Sie können außerdem Probleme aus dem Weg räumen und nicht zuletzt Lob verteilen (siehe Punkt 2).

Womit motivieren Sie Ihre Mitarbeiter? Wir freuen uns über Methoden, die in unserer Liste noch nicht auftauchen!

Wenn Sie noch auf der Suche nach dem ein oder anderen motivierten Mitarbeiter sind, nehmen Sie doch einmal Kontakt zu unseren Personalberatern auf. Sie helfen Ihnen gerne weiter.

Bildquelle: © DDRockstar / Fotolia.com

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