Bewerben mit Referenzen: So geht’s!

Von Alenka Mladina 10. Januar 2014

Sie haben jahrelang Bestleistungen gezeigt: Teamgeist, beispiellosen Einsatz, klasse Resultate und absolute Zuverlässigkeit. Jetzt möchten Sie sich bewerben. Profitieren Sie von Ihrem hohen Engagement und der Empfehlung ehemaliger Vorgesetzter. 

Sie wissen, was Sie können. Und wenn es um Ihre fachliche Qualifikation geht spricht der Lebenslauf eine deutliche Sprache. Aber nichts beeindruckt mehr, als das Lob eines ehemaligen Vorgesetzten. Geben Sie daher Referenzen an, wenn Sie sich bewerben. Diese Initiative wird aus der Erfahrung der Personalberater bei Robert Half von Personalverantwortlichen gern gesehen und geschätzt.

Auch beim Bewerben sehr geschätzt: Die persönliche Empfehlung

Ein Arbeitszeugnis enthält in der Regel einige Informationen, die wichtig sind. Jedoch schwindet das Ansehen der rechtlich nach allen Seiten abgesicherten Zeugnisse bei den Personalverantwortlichen zusehends. Anders ist das bei Referenzen. Denn persönliche Empfehlungen haben Hochkonjunktur.

Ein Referenzgeber bestätigt und ergänzt im Idealfall die beschriebenen Inhalte im Zeugnis. Zudem gibt er dem potenziellen neuen Arbeitgeber einen guten Einblick, wie er die Zusammenarbeit mit Ihnen empfunden hat.

Wie haben Sie sich ins Team integriert? Was hat er besonders an Ihnen geschätzt und worauf darf sich der neue Arbeitgeber freuen? Sie sehen: Die Referenzauskunft bietet Mehrwert, indem sie Ihr Profil aus Lebenslauf und Vorstellungsgespräch komplettiert.

Bewerbungstipp 1: Bewerben mit Referenzen

Vermutlich bewerben sich mehrere Jobsuchende auf die gleiche Stellenanzeige wie Sie. Mit Lob im Rücken steigen Ihre Chancen merklich, erfolgreich aus der Vielzahl an Bewerbungen herauszustechen. 

Wenn Sie sich im deutschsprachigen Raum bewerben, genügen zwei bis vier Referenzpersonen am Ende des Lebenslaufs. Für Ihre Referenzen beachten Sie bitte folgende Rahmenbedingungen:

  • Wählen Sie neutrale und glaubwürdige Personen, die Ihr Arbeitsverhalten und Ihre Leistungsfähigkeit objektiv und positiv beurteilen. Nicht zu empfehlen: Freunde, Verwandte und Vereinskollegen. Der Referenzgeber sollte mindestens eine Hierarchiestufe übergeordnet gewesen sein. Bei Berufseinsteigern können Sie auch Ihren Vorgesetzten während Ihres Praktikums angeben.
  • Bitten Sie die Referenzgeber vorher um ihr Einverständnis
  • Führen Sie die vollständigen Koordinaten der Referenzpersonen auf
    • Name inklusive Titel
    • Adresse des Unternehmens inklusive Rechtsform
    • E-Mail-Adresse und Telefon-Nummer
    • ​Position im Unternehmen
  • Binden Sie Karrierenetzwerke wie XING oder Linkedin als Referenzplattformen ein

Bewerbungstipp 2: Bewerben mit Empfehlungsschreiben

Wenn Sie erst am Anfang Ihres Berufslebens stehen und nur einen Referenzgeber haben – bewerben Sie sich doch mit einem Empfehlungsschreiben. Machen Sie es Ihrem Referenzgeber einfach und formulieren Sie das Schreiben für ihn vor. Was gehört in das Empfehlungsschreiben?

  • Beschreiben Sie das Arbeitsverhältnis zwischen Ihnen und dem Referenzgeber
  • Wann haben Sie zusammengearbeitet?
  • Welche Aufgaben haben Sie wahrgenommen?
  • Haben Sie besondere Erfolge erzielt? Welche?
  • Wo liegen Ihre Stärken?
  • Und zum Schluss: die zusammenfassende Empfehlung und eine Prognose

Ein Empfehlungsschreiben wird immer in der Ich-Form aus Sicht des Referenzgebers formuliert. Wenn der Referenzgeber nach Vorlage keine Änderungen mehr hat, prima!

Stellen Sie sich aber darauf ein, dass der Referenzgebers vielleicht noch die eine oder andere Änderung vornimmt. Schließlich steht sein Name unter dem Schreiben. Der Umfang des Empfehlungsschreibens bewegt sich übrigens im Rahmen einer DIN A4-Seite.

Werden Sie sich beim nächsten Mal mit Referenzen oder einem Empfehlungsschreiben bewerben oder haben Sie schon Erfahrungen damit? Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungsberichte.

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Bildquelle: © Jürgen Hüls - Fotolia.com

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