Neuer Job, mehr Gehalt, Beförderung: Neujahrsvorsätze endlich umsetzen

Von Alenka Mladina 17. Januar 2018

„Dieses Jahr erreiche ich meine beruflichen Ziele.“ Solche Vorsätze kennt fast jeder zum Jahresanfang. Die Umsetzung ist aber meist schwieriger als gedacht. Bald kommt die Ernüchterung: Pünktlicher nach Hause gekommen sind wir nicht und die Zusammenarbeit mit dem Chef klappt auch nicht besser.

Inhalt:

1. So setzen Sie richtig Ziele

2. Tipps für Ihre Jobsuche

3. Tipps, wie Sie Ihre Karriere voranbringen

4. Tipps, wie Sie produktiver werden und spannendere Aufgaben bekommen

5. Tipps für die Beförderung

6. Tipps für eine Gehaltserhöhung

 

Berufliche Ziele endlich erreichen

Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit, um berufliche Ziele zu formulieren. Immerhin finden in vielen Unternehmen die jährlichen Mitarbeitergespräche im Januar statt. Nutzen Sie die Chance, im Job mit guten Vorsätzen voranzukommen.

Eine wichtige Voraussetzung, damit die Ziele auch erreichbar sind: Wählen Sie die richtigen. Dabei hilft die SMART-Formel. Danach muss ein Ziel diese fünf Eigenschaften erfüllen:

  • Specific (genau, spezifisch)
  • Measurable (messbar)
  • Attainable (erreichbar)
  • Relevant (sinnvoll, wichtig)
  • Time-Bound (zeitgebunden)

Ein Beispiel: "Ich möchte im März dieses Jahres eine Gehaltserhöhung von 5 % erreichen. Das ist mir wichtig, weil ich im letzten Jahr neue Verantwortungsbereiche übernommen habe und ich bereits erste Erfolge vorweisen kann."

So oder ähnlich könnte ein Ziel Ihrer Neujahrsvorsätze lauten. Wenn Sie sinnvolle berufliche Ziele definiert haben, geht es an die Umsetzung. Damit Ihre Pläne nicht nur auf dem Papier oder in Ihrem Kopf existieren, helfen die folgenden Tipps für die häufigsten Neujahrsvorsätze rund um den Job.

Ziel 1: Einen neuen Job finden

Dass die Aussichten auf einen neue Stelle aktuell sehr gut sind, gerade für Fachkräfte im Finanz-, IT- und kaufmännischen Bereich, ist sicherlich keine Neuigkeit. Dennoch ist es auch für Jobsuchende nicht einfach, den richtigen Job zu finden, in dem sie langfristig zufrieden sind.

Wenn Sie Ihren Traumjob also bisher noch nicht gefunden haben, ist das noch lange kein Grund zum Aufgeben! Vielleicht haben Sie noch nicht an der richtigen Stelle gesucht. Jetzt heißt es vor allem: dranbleiben. So geht’s:

  • Nuten Sie Jobcrawler wie Indeed. Diese Plattformen durchsuchen Karriereseiten von Unternehmen und sehr viele Stellenbörsen, wie etwa Monster oder Stepstone. So bekommen Sie einen guten Überblick über aktuelle Jobs.
  • Halten Sie sich über neue Stellenangebote auf dem Laufenden. Abonnieren Sie zum Beispiel Jobagenten relevanter Stellenbörsen. Bei Robert Half können Sie sich für die Bereiche Finanzwesen, Rechnungswesen, IT- und kaufmännischer Bereich ebenfalls einen Jobagenten anlegen. Dafür einfach Ihren Jobtitel oder einen relevanten Suchbegriff eingeben und los geht's: hier zum Beispiel für einen Controller.  
  • Laden Sie Ihren Lebenslauf in die Bewerberdatenbank von Jobbörsen oder bei Personaldienstleistern hoch. Diese Bewerberdatenbanken werden von Personalentscheidern aktiv genutzt. Bei Personalvermittlern haben Sie den großen Vorteil, dass der Berater die Jobsuche für Sie übernimmt und Sie von Jobangeboten erfahren, die attraktive Arbeitgeber exklusiv an den Personalvermittler gegeben hat. Der Berater übernimmt dann die Suche ach passenden Jobangeboten, die sowohl fachlich als auch von der Persönlichkeit her passen.
  • Aktualisieren Sie Ihr Xing- und LinkedIn-Profil. Achten Sie darauf, gängige Begriffe zu verwenden, um besser gefunden zu werden.
  • Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis, bei ehemaligen Kollegen oder Recruiting-Spezialisten aus Ihrem Fachbereich nach. Mit ein wenig Unterstützung von Dritten lässt sich Ihr Ziel oft schneller erreichen.

In der Zwischenzeit sollten Sie Ihren Lebenslauf auf den neuesten Stand bringen. Arbeiten Sie überzeugende Argumente heraus, die Sie benötigen, sobald ein interessanter Job winkt oder Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Ihnen fällt es schwer, dran zu bleiben? Setzen Sie sich Etappenziele, zum Beispiel: Zwei interessante Stellenangebote pro Woche finden oder mindestens eine Bewerbung pro Woche verschicken (sofern Sie passende Jobanzeigen gefunden haben). Hier erfahren Sie außerdem, wie Sie den Bewerbungsmarathon durchstehen.

Ziel 2: Den Marktwert steigern

Zugegeben, der Begriff „Lebenslanges Lernen“ ist mittlerweile etwas abgedroschen. An Bedeutung hat er aber nach wie vor nicht verloren - im Gegenteil: Mit der Digitalisierung ist es noch wichtiger geworden, sich neue Kenntnisse anzueignen.

Hören Sie daher bitte nicht auf, sich neues Wissen anzueignen – und sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Fähigkeiten nachweisen können. In vielen Fällen heißt das für Sie: Weiterbildung nach Feierabend. Ihr Engagement wird sich früher oder später auszahlen und Sie zudem als idealen Kandidaten fürBeförderungen positionieren.

Wenn eine bessere Position zu Ihren beruflichen Zielen gehört, dann gilt: Belegen Sie Fortbildungen, die Ihnen relevante Kenntnisse vermitteln. Welche Fähigkeiten besonders gesucht werden, können Sie unter anderem aus aktuellen Stellenanzeigen ablesen. Mittlerweile gibt es außerdem viele Online-Kurse, die Sie bequem von zu Hause aus belegen können.

Auch die immer wichtigeren sozialen Kompetenzen können Sie durch Weiterbildungen verbessern. Idealerweise können Sie diese aber auch in der Praxis üben. Sollte es Ihr Ziel sein, in diesem Jahr zur Führungskraft aufzusteigen, können Sie bereits erste Führungserfahrung sammeln, indem Sie größere oder abteilungsübergreifende Projekte übernehmen und erfolgreich umsetzen.

Ziel 3: Effektiver arbeiten und neue Aufgaben erhalten

Bevor Sie an sich arbeiten können, müssen Sie erst herausfinden, wo Ihre Schwächen sind. Oft ist uns das selbst schon klar. Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihren Chef miteinbeziehen. Vereinbaren Sie ein Feedbackgespräch und bitten Sie um ehrlichen Input. Womöglich kann Ihnen Ihr Chef direkt auch Vorschläge mitgeben, wie Sie ihre beruflichen Ziele erreichen können. Jedenfalls wird er Ihre Initiative positiv registrieren.

Aber auch Sie sollten sich Möglichkeiten überlegen, mit denen Sie leistungsfähiger werden und Ihren Wert für das Unternehmen steigern. Damit haben Sie bei der nächsten Gehaltsverhandlung ein schlagkräftiges Argument in der Hand. Bieten Sie Ihrem Vorgesetzten an, ein spannendes Projekt zu übernehmen, das eigentlich nicht in Ihrem Aufgabenbereich liegt, wenn es Ihre Ressourcen zulassen. Greifen Sie Kollegen unter die Arme. Möglichkeiten, die eigene Motivation zu zeigen, gibt es genug – Sie müssen nur die Augen offenhalten oder direkt nachfragen.

Ziel 4: Befördert werden

Wenn Sie sich mit Ihrem Vorgesetzten zusammensetzen, nutzen Sie die Chance, mit ihm über Ihre weitere Karriere zu sprechen. Fragen Sie, welche Entwicklungsmöglichkeiten er für Sie in den nächsten Monaten und Jahren sieht. Schließlich kann er am besten einschätzen, wie man Ihre Talente und die Unternehmensziele optimal miteinander verbinden kann.

Wenn eine Beförderung noch nicht in greifbarer Nähe ist, definieren Sie zusammen mit Ihrem Chef die nächsten Schritte, die zum Erreichen Ihrer beruflichen Ziele nötig sind. Ergeben sich auch daraus keine konkreten Optionen, sollten Sie nach einem attraktiveren Job bei anderen Unternehmen Ausschau halten.

Ziel 5: Um eine Gehaltserhöhung bitten

Für 2018 gehen Personalentscheider von einer durchschnittlichen Gehaltserhöhung von 7,7 % aus. Die Chancen auf mehr Gehalt sind daher gut.Ob Ihr Wunsch in Erfüllung geht, hängt meist davon ab, wie realistisch er ist. Welche Erfolge haben Sie vorzuweisen und wie ist das marktübliche Gehaltsniveau für Ihren Beruf? Hier finden Fachkräfte im Finanz-, IT oder kaufmännischen Bereich übrigens eine kostenlose Gehaltsübersicht.

Diese Vergleichswerte sind gute Argumente, wenn Sie in die Verhandlung gehen. Ist ihr Unternehmen derzeit nicht bereit, Ihr Gehalt zu erhöhen, sollten Sie Alternativen vorschlagen, mit denen Ihre guten Leistungen belohnt werden können. Viele Arbeitnehmer würden sich beispielsweise mehr Urlaub wünschen, andere wiederum flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit zum Home Office.

Gerne würden wir von Ihnen hören, was Ihre beruflichen Neujahrsvorsätze sind? Benötigen Sie Unterstützung bei der Umsetzung oder haben Sie dazu Fragen? Schreiben Sie uns, gleich hier unten im Kommentarfeld oder an [email protected].

 

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Bildquelle: © Nina Uhlíková - pexels.com

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