Für alle, die sich von Ihren beruflichen Neujahrsvorsätzen schon verabschiedet haben

Von Alenka Mladina 11. Februar 2016

Wer kennt das nicht: Tolle Vorsätze und die feste Überzeugung, dieses Mal bleibe ich dran.

Und dann… Schon nach den ersten Wochen im neuen Jahr stellen wir ernüchtert fest: Pünktlicher nach Hause gekommen sind wir immer noch nicht, mit dem Chef klappt die Zusammenarbeit auch nicht besser. Und nach einem neuen Job haben wir uns auch noch nicht umgeschaut. 

Jetzt aufgepasst! In diesem Jahr sorgen wir gemeinsam dafür, dass es anders läuft! Wir können Ihnen zwar nicht bei der Erfüllung aller Jahresziele helfen. Aber für Vorsätze rund um Ihren beruflichen Erfolg begleiten wir Sie gerne und haben ein paar Tipps vorbereitet, damit Sie durchhalten und Ihre Job-Ziele 2016 erreichen.

Ziel 1: Einen neuen Job finden

Die Aussichten sind aktuell sehr gut, gerade für Fachkräfte im Finanz-, IT- und kaufmännischen Bereich. Wenn Sie Ihren Traumjob bisher noch nicht gefunden haben ist das noch lange kein Grund, aufzugeben! Vielleicht haben Sie noch nicht an der richtigen Stelle gesucht. Jetzt heißt es vor allem: Dranbleiben. So geht’s:

Halten Sie sich über neue Jobmöglichkeiten auf dem Laufenden. Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis, bei ehemaligen Kollegen oder Recruiting-Spezialisten aus Ihrem Fachbereich nach. So stehen die Chancen sehr gut, dass Sie Ihr Ziel schneller erreichen.

In der Zwischenzeit sollten Sie Ihren Lebenslauf auf den neuesten Stand bringen. Arbeiten Sie überzeugende Argumente heraus, die Sie benötigen, sobald ein interessanter Job winkt oder Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Wenn es Ihnen schwer fällt, die Motivation aufrecht zu halten, setzen Sie sich Etappenziele, zum Beispiel: zwei interessante Stellenangebote pro Woche finden oder mindestens eine Bewerbung pro Woche verschicken (wenn Sie passende Jobanzeigen gefunden haben).

Ziel 2: Den Marktwert steigern

Zugegeben, das Wort "Lebenslanges Lernen" wirkt schon etwas abgedroschen aber an Brisanz hat es nach wie vor nicht verloren. Hören Sie bitte nicht auf zu lernen – und sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Fähigkeiten nachweisen können. In vielen Fällen heißt das für Sie: Weiterbildung nach Feierabend. Ihr Engagement wird sich auszahlen und Sie zum idealen Kandidaten für Beförderungen positionieren.

Belegen Sie Fortbildungen, die Ihnen relevante Kenntnisse vermitteln. Welche Fähigkeiten besonders gesucht werden, können Sie unter anderem aus aktuellen Stellenanzeigen ablesen. Mittlerweile gibt es außerdem viele Online-Kurse, die Sie bequem von Zuhause aus belegen können.

Auch die immer wichtigeren sozialen Kompetenzen können Sie durch Weiterbildungen verbessern. Idealerweise können Sie diese aber auch in der Praxis üben. Sollte Ihr Ziel in diesem Jahr sein, zur Führungskraft aufzusteigen, können sie  erste Führungserfahrung bereits sammeln, indem Sie größere oder abteilungsübergreifende Projekte übernehmen und erfolgreich umsetzen.

Ziel 3: Effektiver arbeiten und keine Termine mehr verpassen

Bevor Sie an sich arbeiten können, müssen Sie erst herausfinden, wo Ihre Schwächen sind. Oft ist uns das selbst schon klar. Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihren Chef miteinbeziehen.

Vereinbaren Sie ein Feedbackgespräch und bitten Sie um ehrlichen Input. Womöglich kann Ihnen Ihr Chef direkt auch Vorschläge mitgeben, wie Sie den einen oder anderen Punkte verbessern können. Jedenfalls wird er Ihre Initiative positiv registrieren.

Aber auch Sie sollten sich Möglichkeiten überlegen, mit denen Sie leistungsfähiger werden und Ihr Wert für das Unternehmen steigt (und damit auch Ihre nächste Gehaltsforderung).

Bieten Sie Ihrem Vorgesetzten an, ein spannendes Projekt zu übernehmen, das eigentlich nicht in Ihrem Aufgabenbereich liegt, wenn es Ihre Ressourcen zulassen. Greifen Sie Kollegen unter die Arme. Möglichkeiten, die eigene Motivation zu zeigen, gibt es genug – Sie müssen nur die Augen offenhalten oder direkt nachfragen.

Ziel 4: Befördert werden

Wenn Sie sich mit Ihrem Vorgesetzten treffen, nutzen Sie die Chance, mit ihm über Ihre weitere Karriere zu sprechen. Fragen Sie, welche Entwicklungsmöglichkeiten er für Sie in den nächsten Monaten und Jahren sieht. Schließlich kann er am besten einschätzen, wie man Ihre Talente und die Unternehmensziele mit einander verbinden kann.

Wenn eine Beförderung noch nicht in greifbarer Nähe ist, definieren Sie zusammen mit Ihrem Chef die nötigen Schritte, die zum Erreichen nötig sind. Ergeben sich auch daraus keine konkreten Optionen, ist es nicht verwerflich, nach attraktiveren Jobs bei anderen Unternehmen Ausschau zu halten.

Ziel 5: Um eine Gehaltserhöhung bitten

Laut der Jobstudie von Robert Half im September 2015 haben 78 % der befragten Fachkräfte vor, innerhalb von 12 Monaten nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, hängt meist davon ab, wie realistisch er ist.

Welche Erfolge haben Sie vorzuweisen und wie liegt das marktübliche Gehaltsniveau für Ihren Beruf? Hier finden Fachkräfte im Finanz-, IT oder kaufmännischen Bereich übrigens eine kostenlose Übersicht der aktuellen Gehälter.

Diese Vergleichswerte sind gute Argumente, wenn Sie in die Verhandlung gehen. Ist ihr Unternehmen derzeit nicht bereit, Ihr Gehalt zu erhöhen, sollten Sie alternative Möglichkeiten vorschlagen, Ihre guten Leistungen zu belohnen. Viele Arbeitnehmer würden sich beispielsweise mehr Urlaub wünschen, andere wiederum flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit zum Home Office.

Stoßen Sie trotz mehrmaligem Nachfragen und guter Erfolge immer wieder auf Widerstand seitens Ihres Chefs, ist es vielleicht an der Zeit zu einem Arbeitgeber zu wechseln, der Ihren Wert besser zu schätzen weiß. Gerne unterstützen wir Sie bei der Suche und wenn Sie mögen, können Sie gleich hier Ihren Lebenslauf hochladen.

Auf ein erfolgreiches Karrierejahr! Es interessiert uns natürlich brennend, was Ihre Karriereziele in diesem Jahr sind und wie Sie es schaffen wollen, dranzubleiben. Schreiben Sie uns, entweder gleich unten im Kommentarfeld oder an [email protected].

 

Bildquelle: © lassedesignen - Fotolia.com

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