Bei Bewerbungen zählt auch Ihr Onlineprofil!

Von Alenka Mladina 2. Oktober 2017

Wissen Sie, was das Netz alles über Sie weiß? Dann googeln Sie doch einfach mal Ihren Namen. Was Sie dort sehen, kann über Ihren Job entscheiden. 

Für mehr als die Hälfte (55 %) aller Personaler spielt das Onlineprofil von Bewerbern eine wichtige oder sogar maßgebliche Rolle bei der Suche nach geeigneten Kandidaten (Quelle: Arbeitsmarktstudie Robert Half). 

Oje, denken Sie jetzt vielleicht. Erst vor ein paar Tagen haben Sie sich auf Ihre Traumstelle beworben. Aber da gibt es noch ein paar Urlaubsfotos, die den Weg ins Internet nie hätten machen dürfen. So schlimm, wie Sie befürchten, ist es aber vielleicht gar nicht. Denn: Personaler sind toleranter als Sie vielleicht denken.

Personaler fragen im Bewerbungsgespräch nach

Erstaunlich tolerant zeigen sich Personalentscheider, wo sie auf verfängliche Einträge oder unvorteilhafte Bilder ihrer Bewerber stoßen. Etwa die Hälfte der in unserer internationalen Studie Befragten legt eine Bewerbung nicht gleich zur Seite, wenn das Onlineprofil Spuren der letzten Party aufweist. Ein anstößiges Foto oder eine unbedachte Äußerung liefern ihnen vielmehr den Anstoß, im Bewerbungsgespräch nachzufragen und dann zu entscheiden.

Viel stärker im Fokus der Personaler stehen Informationen zur beruflichen Erfahrung und zum Bildungsweg. Etwa ein Drittel der Befragten legt bei Onlineprofilen deshalb großen Wert auf Empfehlungen, fast die Hälfte von ihnen checkt Referenzen auf ihren Wahrheitsgehalt. Wer hier schummelt, stellt sich selbst ein Bein.

Nutzen Sie Ihr Onlineprofil für die Karriere

Personaler setzen eine Internetreche gezielt ein, etwa wenn es um die letzte Entscheidung zwischen zwei Bewerbern geht. Denn an Hand des Onlineauftritts und -aktivität erfahren Sie heutzutage oft weit mehr über einen Bewerber als aus den Bewerbungsunterlagen.

Sie haben selbst in der Hand, was im Netz von Ihnen zu sehen ist:

  • Vermeiden Sie Ungereimtheiten: Angaben im Lebenslauf sollten mit Ihrem Onlineprofil übereinstimmen. Nichts irritiert mehr!
  • Halten Sie Ihr Onlineprofil aktuell und bringen Sie alle Informationen regelmäßig auf den neuesten Stand.
  • Zeigen Sie Persönlichkeit: Sie waren im Ausland und engagieren sich für eine internationale Organisation? Wunderbar. Onlineprofile bieten die Möglichkeit, mehr über sich preiszugeben als in einer Bewerbung.
  • Personaler legen immer größeren Wert auf Referenzen. Berufliche Portale wie Xing oder LinkedIn bieten die Möglichkeit, Empfehlungen anderer auf der eigenen Seite zu veröffentlichen.
  • Konstruktive Beiträge in Blogs oder Fachforen wirken positiv. Indem Sie sich an fachlichen Diskussionen im Web 2.0 beteiligen, können Sie sich als Experte auf ihrem Gebiet positionieren.
  • Überlegen Sie sich gut, wie viel Persönliches Sie im Internet über sich preisgeben möchten. Passen Sie im Zweifel Ihre Einstellungen so an, dass nur Freunde Zugang haben.

Übrigens, beim Googeln von Bewerbern ist nicht alles erlaubt wie Haufe erklärt.

Wurden Sie im Job oder im Vorstellungsgespräch auf Ihr Onlineprofil angesprochen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen, gleich hier unten im Kommentarfeld oder an [email protected].

Bildquelle: © Minerva Studio - Fotolia.com

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