Absage nach Bewerbungsgespräch?

Von Alenka Mladina 14. November 2013

Endlich! Eine gefühlte Ewigkeit nach dem Bewerbungsgespräch von letzter Woche klingelt das Handy. Und dann ist es offiziell: Aus dem neuen Job wird auch dieses Mal nichts. Eigentlich hatten Sie nach dem angenehmen Bewerbungsgespräch eine Zusage erwartet. Umso größer ist jetzt die Enttäuschung.

Das Bewerbungsgespräch war vielsprechend. Aber dann kam die Absage - das ist zunächst sehr enttäuschend. Sie fragen sich dann: Was hat nicht gepasst? Habe ich die wohlwollende Stimmung während des Interviews falsch gedeutet? Und insgesamt habe ich mich doch ganz gut geschlagen. Warum jetzt die Absage nach dem Vorstellungsgespräch?

Die Absage nach dem Bewerbungsgespräch ist immer ernüchternd

Erfolglose Bewerbungen gehören zum Lernprozess. Dennoch fühlt sich die Absage nach einem Bewerbungsgespräch wie ein derber Rückschlag an.

Begehen Sie dann nicht den Fehler, diesen Rückschlag als negatives Feedback zu Ihrer Person oder Ihrer Erfahrung zu werten. Vielmehr sollte die vermeintliche Niederlage den nötigen Kick freisetzen, es trotz Absage einfach weiter zu versuchen. Irgendwann klappt es bestimmt – nur manchmal kann es eben etwas länger dauern. Hier können Sie sich

Absagen sind in der Regel neutral formuliert

In der Regel nennen Unternehmen keine Gründe für die Absage sondern formulieren diese neutral. Sie stützen sich dabei auf das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). Das heißt aber nicht, dass Sie nicht dennoch nachhaken dürfen. Bedanken Sie sich zunächst für das Gespräch. Fragen Sie dann höflich an, was Sie aus Sicht des Unternehmens künftig besser machen können. Weitere Tipps dazu finden Sie hier: Wie Sie auf Bewerbungsabsagen professionell reagieren. So können Sie Ihren Auftritt reflektieren und erfahren zugleich, wie Sie das nächste Bewerbungsgespräch erfolgversprechender meistern.

Zu- oder Absage? Viele Faktoren beeinflussen die Entscheidung

Vor allen Dingen gilt bei Absagen: Seien Sie nicht entmutigt. Reflektieren ist sinnvoll, aber verharren Sie nicht in negativen Gedanken. Im Bewerbungsprozess spielen viele Faktoren eine Rolle. Möglicherweise sucht das Unternehmen einen Spezialisten in seinem Fachgebiet und nicht jemanden mit langjähriger Erfahrung oder ein Allround-Talent. Vielleicht ist sogar bereits ein Wunschkandidat in der Pipeline bevor die ersten Bewerbungsgespräche beginnen. Das kommt besonders bei internen Bewerbungen häufig vor.

Sympathiebonus im Vorstellungsgespräch

Und wie sonst im Leben spielt auch beim Bewerbungsgespräch die Nase eine Rolle, entweder man ist sich sympathisch oder eben nicht. Dieser Faktor ist im Bewerbungsprozess nicht zu unterschätzen. Letztendlich unterzeichnet nicht zwingend der Kandidat mit der höchsten Qualifikation oder mit den besten Antworten im Bewerbungsgespräch den Arbeitsvertrag. Hier wird auch für den Menschen hinter der Bewerbung entschieden und wie gut er in das bestehende Team passt.

Wie gehen Sie mit Absagen um? Oder haben Sie auch schon einmal Humor bewiesen und wie dieser Bewerber selbst eine Absage auf die Job-Absage geschrieben?

 

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