Endlich mehr Geld verdienen! 8 Tipps für eine langfristige Gehaltssteigerung

Von Alenka Mladina 22. März 2019

Sie haben das Gefühl, dass Sie für Ihre Arbeit eigentlich mehr Geld verdienen als den Betrag, der am Monatsende auf Ihrem Konto landet? Höchste Zeit, das zu ändern! Denn wer unzufrieden mit seinem Gehalt ist, verliert nicht nur den Spaß an der Arbeit, sondern riskiert auch seine Gesundheit. Diese Strategien helfen:

  1. Roten Faden durch den Lebenslauf ziehen
  2. Mehr Verantwortung übernehmen
  3. Für große Unternehmen arbeiten
  4. Leistungsabhängigen Bonus aushandeln
  5. Örtlich flexibel sein
  6. Anstellungsmodell überdenken
  7. Den eigenen Marktwert kennen
  8. Mehr Gehalt fordern

Ein kleiner Trost vorweg: Sie sind mit diesem Problem nicht allein. Mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer ist unzufrieden mit ihrem Gehalt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Karrierenetzwerks Xing aus dem Jahr 2018.

Und eine als zu niedrig empfunden Bezahlung macht sich nicht nur auf dem Kontoauszug bemerkbar. Zusätzlich leidet die Motivation und auf Dauer kann eine unfaire Bezahlung sogar krank machen.

Wissenschaftler der Hochschule Ravensburg-Weingarten haben herausgefunden, dass das Risiko bestimmter Beschwerden, unter anderem Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Depressionen, erhöht ist, wenn sich Arbeitnehmer über längere Zeit ungerecht bezahlt fühlen. Gute Gründe also, um endlich mehr Geld zu verdienen.

1. Roten Faden durch den Lebenslauf ziehen

Der oft genannte rote Faden meint hier nicht das Verfassen der Bewerbung ganz allgemein, sondern die konsequente Weiterentwicklung Ihrer beruflichen Fähigkeiten. Jeder Karriereschritt sollte Ihren Lebenslauf interessanter machen und Ihren Wert für potenzielle Arbeitgeber erhöhen. 

Das beginnt mit einem guten Abschluss und einschlägigen Praktika und setzt sich fort mit berufsbegleitenden Weiterbildungen und der Fähigkeit, die eigenen Stärken zu vermarkten. Wichtig dabei ist eine gewisse Konsistenz.

Natürlich verläuft nicht jeder Werdegang immer geradlinig. Und es ist auch völlig in Ordnung, wenn sich auf Ihrem Karriereweg Wendungen ergeben. Aber wer zu flatterhaft mal dieses und mal jenes ausprobiert, hat es schwer, den Arbeitgeber von einer konsequenten Weiterentwicklung und damit auch von einem höheren Gehalt zu überzeugen.

Wer immer wieder in neue Berufe hineinschnuppert, muss damit rechnen, immer wieder beim Einstiegsgehalt zu starten. Eine langfristig positive Lohnentwicklung werden Sie so nicht erreichen.

2. Mehr Verantwortung übernehmen

Grundsätzlich gilt: Wer mehr Verantwortung übernimmt, der verdient auch mehr. Allerdings gibt es Ausnahmen, bei denen die Gehaltserhöhung trotz Beförderung ausbleibt.

Dennoch: Die Übernahme von hochrangigen Aufgaben zahlt sich meistens aus – spätestens dann, wenn Sie beim Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber deshalb einen Einkommensschub verlangen können.

Umgekehrt gilt: Wer auf Verantwortung verzichtet, der verzichtet auch auf Gehalt. Möchten Sie finanziell aufsteigen, sollten Sie Ihre Fähigkeiten erweitern, Erfahrungen sammeln und sich dann um Positionen mit besserer Bezahlung bemühen – egal, ob intern oder extern.

3. Für große Unternehmen arbeiten

In kleinen Betrieben ist es einfacher, schnell aufzusteigen und Posten zu übernehmen, auf denen man die Unternehmensstrategie beeinflussen kann. Die Kehrseite: Häufig sind die finanziellen Mittel dieser Firmen beschränkt.

So kann es passieren, dass Sie trotz großer Verantwortung vergleichsweise wenig Geld verdienen. Die Top-Gehälter bezahlen in der Regel nur Großunternehmen. Wenn ein hohes Einkommen für Sie wichtig ist, sollten Sie sich bevorzugt dort – im Idealfall bei Marktführern – bewerben.

Dann müssen Sie aber auch mit einem stärkeren Konkurrenzkampf rechnen. Außerdem sind die Aufstiegschancen geringer sowie die Entscheidungsfreiheit deutlich eingeschränkter als beim kleineren Wettbewerb.

4. Leistungsabhängigen Bonus aushandeln

Eines der überzeugendsten Argumente für mehr Gehalt sind messbare Erfolge, die das Unternehmen voranbringen. Alternativ können Sie mit Ihrem Arbeitgeber einen leistungsabhängigen Bonus vereinbaren. Dann steigt ihr Einkommen zwar nicht monatlich, aber aufs Jahr gesehen an.

Arbeitgeber lassen sich auf ein solches Modell oft bereitwilliger ein als auf Lohnerhöhungen, weil es erfahrungsgemäß Unternehmenserfolg und -einnahmen steigert. Aber auch Sie selbst können davon profitieren: Ihre Motivation nimmt zu, wenn Sie wissen, das Sie beim Erreichen Ihrer Ziele mit einem hübschen Sümmchen auf dem Konto rechnen können. 

5. Örtlich flexibel sein

Wie viel Sie verdienen, hängt nicht nur vom Job und der Branche ab, sondern auch vom Standort. Grundsätzlich werden in Großstädten und Ballungszentren höhere Gehälter gezahlt als in ländlichen Regionen. Und selbst zwischen den deutschen Metropolen gibt es deutliche Unterschiede. 

Die aktuelle Gehaltsübersicht von Robert Half zeigt, dass die Durchschnittsgehälter in Frankfurt, München und Stuttgart deutlich höher ausfallen als im Rest der Republik, inklusive Berlin. Wer für den Job beispielsweise von der Hauptstadt in die Finanzmetropole am Main wechselt, kann danach im Mittel 20 % mehr Geld verdienen. 

Eine Kehrseite gibt es allerdings: Die höheren Lebenshaltungskosten heben die finanziellen Vorteile teilweise auf. Doch je weiter es auf der Karriereleiter nach oben geht, umso weniger fällt dies ins Gewicht.

Außerdem: Viele Unternehmen haben ihre Zentralen in solchen Städten. Folglich lässt sich ein Karriereziel in den Top-Positionen zum Beispiel als CFO oder CIO auch nur dort erreichen.

6. Anstellungsmodell überdenken

Qualifizierte, motivierte Arbeitnehmer sammeln  im Laufe Ihrer Karriere vielfältige Fähigkeiten, Erfahrungen und Kontakte, die für Unternehmen extrem wertvoll sind. Daraus ergeben sich mit der Zeit gute – und vor allem profitable – Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. 

Dabei müssen Sie nicht gleich ein eigenes Unternehmen gründen. Auch bei einer Beschäftigung als Freelancer oder Interim Manager bekommen Sie mit entsprechender Erfahrung und gefragten Expertenkenntnissen oft mehr als in einem Angestelltenverhältnis. Weiterer Vorteil: Sie haben einen sehr abwechslungsreichen Berufsalltag.

Meist arbeiten sie projektbezogen und lernen dadurch viele verschiedene Unternehmen kennen. Gerade Interim Manager werden für ihr dringend benötigtes Know-how sehr gut bezahlt. 

Entsprechende Jobangebote für Finance- und IT-Fachkräfte finden Sie in der Robert Half Stellenbörse für Interim-Manager und Jobs auf Projektbasis:

Projektbörse
 

7. Den eigenen Marktwert kennen

Sind Sie sicher, dass Sie zu wenig Geld verdienen? Oder ist das nur so ein Gefühl?
 

Am besten informieren Sie sich genau darüber, wie viel Ihre Qualifikationen und Fähigkeiten am Arbeitsmarkt wert sind. Finanz- und IT-Fachkräfte sowie Profis im administrativen Bereich können beispielsweise in der Robert Half Gehaltsübersicht sehen, was sie im Vergleich zu Kollegen in ähnlichen Positionen verdienen.

Stellen Sie fest, dass Sie deutlich weniger als marktüblich bekommen, sollten Sie neu verhandeln. Zusammen mit nachweisbar guten Erfolgen haben Sie ein gutes Argument für mehr Gehalt in der Hand. Schließlich wird Ihr Arbeitgeber Sie kaum an die Konkurrenz verlieren wollen, wenn Sie gute Arbeit leisten. 

8. Mehr Gehalt fordern

Naheliegend, aber offenbar nicht jedem Arbeitnehmer bewusst – oder erfolgreich verdrängt: Wer mehr Geld haben will, muss das aktiv beim Arbeitgeber einfordern. Es kommt meist nur darauf an, den Mut dazu aufzubringen.

Für viele ist eine Gehaltserhöhung ein Zeichen der Wertschätzung. Höhere Zufriedenheit mit dem Gehalt und ein geringeres gesundheitliches Risiko sollten Ansporn genug sein. Also trauen Sie sich: Wenn Sie Ihren Marktwert kennen, haben Sie schon eine gute Ausgangslage für das Gehaltsgespräch.

Machen Sie sich bewusst, dass Sie kein Bittsteller sind und bereiten Sie sich gut vor, um Ihre Gehaltsforderung durchzusetzen. Hier finden Sie Tipps, wie Sie in der Gehaltsverhandlung überzeugen.  

 

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