7 Methoden, wie Sie Unsicherheiten im Job überwinden

Von Christina Holl 25. August 2016

Manche Menschen scheinen immer gelassen zu sein, selbst wenn sie unter Zeitdruck eine schwierige Einstellungsentscheidung treffen oder ein wichtiges Mitarbeitergespräch führen müssen. So locker wären Sie auch gerne? Hier finden Sie 7 Regeln, mit denen Sie auch in brenzligen Situationen einen ruhigen Kopf bewahren.

Nur noch zwei Tage Zeit, das Projekt erfolgreich abzuschließen. Und gerade jetzt müssen Sie ein kritisches Mitarbeitergespräch führen oder über die richtige Besetzung der offenen Stelle entscheiden. Dabei fällt es Ihnen gerade unter Stress schwer, Vor- und Nachteile abzuwägen. Hinzu kommt die Angst, eine falsche Wahl zu treffen.

Dann ist es höchste Zeit, etwas gegen Ihre Nervosität zu tun. Denn Angst und Stress sind keine guten Ratgeber.

Um auch unter Zeitdruck eine gute Wahl zu treffen - egal, ob es dabei um ein Projekt oder einen neuen Job geht –, müssen wir unseren Körper austricksen. Erfolgreichen Menschen gelingt das oft besser. Also nehmen wir uns doch ein Beispiel an Ihnen. Hier kommen 7 Methoden, mit denen Sie Unsicherheiten überwinden, auch wenn’s heiß hergeht.

1. Beruhigen Sie Ihren Körper

Stress wirkt sich auf unseren Körper aus: Der Puls beschleunigt sich, der Blutdruck steigt - und wir werden noch nervöser. Doch dieser Effekt lässt sich auch umkehren und das sollten wir nutzen. Wenn wir den Körper beruhigen, folgt der Geist oft nach. Und das kann man trainieren, zum Beispiel durch Meditation und Atemübungen. Auch Sport kann dabei unterstützen.

2. Denken Sie positiv

Unsicherheiten im Job führen uns in eine gefährliche Abwärtsspirale. Sie bringen uns dazu, in der Zukunft Negatives zu erwarten, was wiederum unsere Angst verstärkt. Mit positiven Gedanken können wir aus diesem Teufelskreis ausbrechen. Machen Sie doch regelmäßig - am besten täglich - eine kleine Übung: Denken Sie an drei Dinge, die Ihnen an diesem Tag gut gelungen sind. Bestimmt fallen Ihnen sogar mehr ein. Und wenn Sie dann wieder einmal das Gefühl haben, dass gar nichts gelingt, können Sie sich diese Erfolge ins Gedächtnis rufen.

3. Sammeln Sie alle vorhandenen Informationen

Unsicherheit entsteht, wenn uns Informationen fehlen. Wir stellen uns die Frage, ob wir die Aufgabe rechtzeitig ohne alle notwendigen Daten abschließen können. In den wenigstens Fällen stehen wir ja ganz ohne Informationen da. Sammeln Sie alles, was Ihnen zur Verfügung steht. Treffen Sie auf dieser Grundlage eine Einschätzung. Das ist das Beste, das Sie in einer solchen Situation tun können. Und Sie werden sehen: Wenn Sie erst einmal eine Entscheidung getroffen haben, sinkt der Druck auf Ihren Schultern und Sie arbeiten lockerer weiter.

4. Schätzen Sie die Folgen richtig ein

Wir müssen jeden Tag unzählige Entscheidungen treffen: Manche sind unwichtig: „Was esse ich heute Mittag?“. Andere sehr bedeutend: „Soll ich den neuen Job annehmen?“.

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Wenn wir allerdings in unwichtige Entscheidungen viel Zeit investieren, geraten wir zwangsläufig unter Stress. Uns bleibt für die wichtigen Entscheidungen dann weniger Zeit. Bevor Sie über ein Problem nachdenken, sollten Sie deshalb seine Bedeutung einschätzen: Wie sehr wirkt es sich auf einer Skala von 1 bis 10 auf Ihre Karriere oder den Erfolg eines Projekts aus. Liegt es im unterem Bereich, treffen Sie eine schnelle Entscheidung. Manche Dinge sind so unbedeutend, dass es das Risiko wert ist, falsch zu liegen.

5. Konzentrieren Sie sich auf die Lösung

Unsicherheiten können zum Tunnelblick führen. Plötzlich existiert nichts mehr außer dem Problem. In solch einem Zustand fällt es uns sehr leicht, uns sämtliche Folgen eines möglichen Versagens in den grellsten Farben auszumalen – aber eine Lösung finden wir nicht. Wenn die Entscheidung und ihre Folgen Ihr ganzes Bewusstsein ausfüllt, stoppen Sie das Gedankenkarussel. Rufen Sie sich Ihre Erfolge wieder in Erinnerung (Punkt 2). Stellen Sie sich vor, wie erleichtert Sie sein werden, wenn Sie das Problem gelöst haben. Und schon wird Ihnen die Entscheidung leichter fallen.

6. Gestehen Sie sich Unsicherheiten ein

Wer mit seiner Unsicherheit produktiv umgehen will, der muss sie eingestehen. Zuerst sich selbst und dann vielleicht auch anderen. Dass Sie unsicher sind, ist schließlich kein Fehler, sondern kann auch mit mangelnder Erfahrung zusammenhängen. Wenn Ihnen das klar ist, können Sie an der Lösung arbeiten. Und niemand sagt, dass Sie jedes Problem allein lösen müssen. Holen Sie sich in wichtigen Fragen Unterstützung von Kollegen oder Ihrem Vorgesetzten. Das hilft nicht nur bei der Entscheidungsfindung, sondern verbessert auch langfristig die Zusammenarbeit.

7. Akzeptieren Sie Fehler

Last but not least: Akzeptieren Sie, dass nicht immer alles glatt läuft. Risiken gehören zur täglichen Arbeit. Wenn Sie eine Entscheidung treffen, besteht immer die Gefahr, dass Sie damit falsch liegen. Wichtig ist, dass Sie mit dieser Erkenntnis richtig umgehen. Und aus Fehlern können Sie für das nächste Mal lernen, wenn Sie eine ähnliche Entscheidung treffen müssen.

Haben Sie eine unserer 7 Regeln bereits angewendet? Waren Sie damit erfolgreich oder haben Sie eigene Strategien gegen Unsicherheiten im Job entwickelt? Wir freuen uns über Ihre persönlichen Tipps in den Kommentaren!

Bildquelle: © Piotr Marcinski / Fotolia.com

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