5 unverzichtbare Tipps, um Ihr Vorstellungsgespräch garantiert nicht zu verpassen

Von Alenka Mladina 27. Juli 2015

Unpünktlichkeit ist für jeden dritten HR-Manager* einer der schlimmsten Fehler, den ein Bewerber machen kann. Da hilft es auch nicht, wenn Ihr Bewerbungsgespräch am (inoffiziellen) Zuspätkommtag, dem 30. Juli, stattfindet. Wie Sie es auf jeden Fall schaffen, pünktlich zu sein!

5 Tipps, wie Sie bestimmt nicht zu spät zum Bewerbungsgespräch kommen

Jeder kennt doch mindestens eine Person, die regelmäßig zu spät kommt und einen dadurch ganz schön auf die Palme bringt. Am inoffiziellen Zuspätkommtag, den der Blogger Bastian Melnyk ins Leben gerufen hat, sollte man das auch einmal verzeihen.

Erwarten Sie das aber nicht von Ihrem Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch. Personalverantwortliche sehen es laut unserer Arbeitsmarktstudie nämlich gar nicht gern, wenn Bewerber zu spät sind. Für Sie gehört Unpünktlichkeit zu den Top 5 der Fehler, die Bewerber vermeiden sollten.

Damit Sie auf jeden Fall pünktlich erscheinen, halten Sie sich besser an unsere Anti-Zuspätkommen-Ratschläge:

  • Informieren Sie sich rechtzeitig darüber, wo Sie hin müssen: Manche Unternehmen verfügen über ein großes Gelände. Wenn Sie vom Haupteingang bis zum Büro Ihres Gesprächspartners 15 Minuten brauchen, müssen Sie das mit einplanen. Fragen Sie bei der Terminvereinbarung am besten nach einer genauen Wegbeschreibung.
  • Bereiten Sie Unterlagen und Kleidung vor: Packen Sie Ihre Notizen und Bewerbungsunterlagen bereits am Vorabend und legen Sie Ihre Kleidung bereit. Wenn Sie weiße Hemden und Blusen erst nach dem Frühstück anziehen, verringern Sie das Risiko unschöner Kaffee- und Marmeladenflecken.
  • Probieren Sie den Anreiseweg vorher aus: Sofern der Termin nicht zu weit von Ihrem Wohnort entfernt stattfindet, sollten Sie die Strecke einmal abfahren. Am besten zu einer ähnlichen Zeit wie am Tag des Vorstellungsgesprächs, damit das Verkehrsaufkommen vergleichbar ist. Prüfen Sie im Vorfeld auch Alternativrouten, falls es auf der Strecke unerwartet zum Stau kommen sollte.
  • Räumen Sie Ihren Terminkalender frei: Menschen, die chronisch zu spät kommen, haben oft einen zu vollen Terminkalender. Sie können nicht einschätzen, wie viel sie in welcher Zeit erledigt bekommen. Sorgen Sie also dafür, dass Sie am Tag des Gesprächs keine Hemden aus der Reinigung holen, Geburtstagsgeschenke besorgen oder Haustiere zum Arzt bringen müssen.
  • Planen Sie extra Zeit ein: Wenn Sie damit rechnen, dass Sie von Ihrer Haustür bis zum Büro des Gesprächspartners eine Stunde brauchen, brechen Sie lieber eineinhalb oder zwei Stunden vor dem Termin auf. So sind Sie auch bei unvorhergesehenen Verzögerungen noch pünktlich. Setzen Sie sich stattdessen lieber noch in Ruhe in ein nahe gelegenes Café oder bei schönem Wetter in den Park und gehen Ihre Notizen sowie Ihre vorbereiteten Rückfragen durch. (Tipp: Diese zehn Fragen sollten Sie einem Personalentscheider allerdings nie stellen.)

Erste-Hilfe-Maßnahmen, falls Sie doch zu spät sind

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Trotz perfekter Vorbereitung kann es passieren, dass Sie aus unvorhergesehenen Gründen zu spät kommen. Geben Sie Ihrem Gesprächspartner Bescheid, dass Sie es nicht mehr pünktlich zum Termin schaffen. Und zwar sobald Sie es wissen.

Dann können Sie einen späteren Zeitpunkt vereinbaren oder das Gespräch verschieben. Wenn der Gesprächspartner seine Zeit anderweitig nutzen kann, wird seine Laune weit weniger unter der Verspätung leiden.

Lassen Sie sich deshalb eine Telefonnummer geben, unter der Sie ihn am Tag des Vorstellungstermins sicher erreichen können. Erklären Sie ehrlich den Grund für Ihre Verspätung. Ihr Gesprächspartner wird dafür sicher Verständnis zeigen - nicht aber, wenn Sie für Ihr Zuspätkommen eine kuriose Ausrede anbringen.

In diesem Sinne: Viel Erfolg für Ihre Bewerbung und bitte, seien Sie pünktlich!

Sind Sie schon einmal zu spät zum Vorstellungsgespräch gekommen? Wie hat der Personaler auf Ihr Zuspätkommen reagiert?

*Arbeitsmarktstudie von Robert Half

 

Bildquelle: @pathdoc - Fotolia.com

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