4 Tipps zur Selbstmotivation: Geben Sie der Aufschieberitis keine Chance!

Von Christina Holl 9. April 2015

Kennen Sie das kleine Männchen, das einem mit einem Hammer auf die Synapsen schlägt und sagt: „Da liegt noch jede Menge Arbeit vor dir“? Schauen Sie nach einem Tag im Büro in Ihr E-Mail-Postfach und stellen fest, dass noch jede Menge Arbeit übrig ist? Wenn Ihnen das öfter so geht, hapert es vielleicht mit der Selbstmotivation im Job. Aber es gibt einen Ausweg mit diesen Tipps.

Jeder kennt das Gefühl: Morgen ist doch auch noch ein Tag. Manchmal hat man einfach keine Lust auf eine bestimmte Aufgabe. Ein anderes Mal kann man sich vielleicht nicht genug konzentrieren. Das kommt vor. Nimmt die Aufschieberei jedoch Überhand und kommt ohne gute Gründe vor, dann nennt man das „Prokrastination“. Und die kann einem das Arbeitsleben ziemlich schwer machen.

Nicht nur, dass Aufgaben unerledigt bleiben. Gleichzeitig nistet sich im Hinterkopf ein hartnäckiges schlechtes Gewissen ein. Die Reaktion darauf: Viele Menschen schieben die unerledigten Aufgaben jetzt erst recht vor sich her, damit sie nicht ständig an das denken müssen, was noch vor ihnen liegt. Doch es gibt einen Ausweg aus diesem scheinbaren Teufelskreis, der Ihnen zu mehr Selbstmotivation im Job verhilft.

Finden Sie die Ursache für den Mangel an Selbstmotivation im Job: Was füttert Ihren Schweinehund?

Selbstkasteiung ist auch bei Prokrastination keine Lösung. Anstatt sich selbst Vorwürfe zu machen, sollten Sie dem Problem auf den Grund gehen und Selbstmotivation lernen. Warum schieben Sie ständig Sachen auf? Hier eine Auswahl der häufigsten Ursachen:

1. Angst

Die Aufgabe scheint zu schwierig. Sie befürchten, einen Fehler zu machen. Das raubt Ihnen Motivation und Energie. Deshalb schieben Sie die Aufgabe – und damit den möglichen Fehler – vor sich her.

Gegenmittel: Eine derartige Angst ist meist eher diffus als klar definiert. Stellen Sie als Gegenmaßnahme ein paar nüchterne Überlegungen an: Wie wahrscheinlich ist ein Fehler? Mit welchen Konsequenzen hätten Sie zu rechnen? Manche Fehler gehören zur Weiterentwicklung. Also, lassen Sie sich auf die Aufgabe ein. Je mehr Erfahrung Sie sammeln, umso weniger Angst werden Sie haben. Das steigert Ihre Selbstmotivation im Job. Wenn Sie sich die Aufgabe absolut nicht zutrauen und Angst vor schweren Folgen für Ihre Firma haben, dann bitten Sie Ihren Chef oder einen Kollegen um Unterstützung.

2. Ziellosigkeit

Sie wissen nicht, wo das Erledigen der Aufgabe hinführen soll. Das letztendliche Ziel ist zu weit entfernt, als dass Sie es erkennen könnten. Deshalb können Sie nicht einschätzen, wie wichtig die Aufgabe ist und Ihnen fehlt die intrinsische Motivation.

Gegenmittel: Diese Art von Mangel an Selbstmotivation im Job kann eintreten, wenn Sie in Teams kleinere Aufgaben übernehmen oder jemandem zuarbeiten. Genaue Briefings helfen, Ziellosigkeit zu vermeiden. Tauschen Sie sich mit Projektleitern und Kollegen darüber aus, welches Rädchen Ihre Tätigkeit in der gesamten Maschinerie darstellt. In manchen Fällen ist der einzelne Wert einer Aufgabe nicht einfach zu erklären. Dann sollten Sie versuchen Motivation aus dem Erledigen der jeweiligen Aufgabe zu ziehen – und nicht zu weit in die Zukunft zu blicken: Sie sollten sich kleinere Ziele setzen.

3. Perfektionismus

Sie wollen alles perfekt machen, am liebsten beim ersten Versuch. Daraus ziehen Sie Ihre Selbstmotivation im Job. Der Perfektionismus ist eng verknüpft mit der Angst, einen Fehler zu begehen. Sobald Sie das Gefühl haben, dass etwas einem hunderprozentigen Ergebnis im Weg steht, ist Ihre Motivation alles andere als hoch. Sie verschieben die Aufgabe lieber auf die nächste Woche.

Gegenmittel: Sie sollten sich klar machen, dass Perfektion ein unrealistisches Ziel ist. Denn irgendetwas lässt sich immer verbessern. Und das merkt man in der Regel erst hinterher. Außerdem liegen manche Faktoren, die ein Ergebnis beeinflussen, schlichtweg nicht in Ihrer Hand. Stecken Sie Ihre Ziele etwas tiefer und bedenken Sie, dass auch pünktliche Fertigstellung zum Erfolg eines Projekts beiträgt. Suchen Sie einen Weg, sich selbst durch eine kleine Belohnung zu motivieren.

4. Inkompatibilität

Manche Aufgaben sind schlichtweg lästig. Man schiebt sie vor sich her, weil sie nicht dem eigenen Naturell oder den eigenen Talenten entsprechen. Selbst, wenn Sie sich überwinden, können Sie sich nicht auf die Arbeit konzentrieren.

Gegenmittel: Beißen Sie in den sauren Apfel. Zumindest, wenn er Ihnen nicht zu oft gereicht wird. Nicht jede Aufgabe im Job ist einem wie auf den Leib geschneidert. Sie können natürlich auch Kollegen fragen, ob Sie die ungeliebte Tätigkeit übernehmen wollen. Schließlich hat jeder verschiedene Vorlieben. Und wenn Sie Glück haben, macht dem Kollegen genau das Spaß, was Sie gern abgeben. Wenn allerdings ein Großteil Ihrer Arbeit aus Tätigkeiten besteht, die Ihnen keine Freude bereiten, sollten Sie weder prokrastinieren, noch die Kollegen bemühen, sondern nach einem neuen Job suchen.

Ab und zu etwas aufzuschieben, ist übrigens kein Grund zur Sorge. Manchmal kann es sogar hilfreich sein. Wenn zum Beispiel eine gute Chance besteht, dass Sie in der Zwischenzeit wertvolle Informationen erhalten, die das Ergebnis Ihrer Arbeit verbessern können. Wenn es allerdings in Prokrastination ausartet, werden Sie Ihre beruflichen Ziele langfristig nicht erreichen. Dann sollten Sie unbedingt an Ihrer Selbstmotivation im Job arbeiten.

Prokrastinieren Sie auch dann und wann? Welche Taktik wenden Sie an, um davon loszukommen?

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