Diese 10 Top-Skills erwartet Richard Branson von Leadern heute

Von Alenka Mladina 9. Dezember 2019

Sir Richard Branson gehört als Gründer der Virgin Group zu den erfolgreichsten Unternehmern weltweit, hat tausende Arbeitsplätze geschaffen und ist bekannt für seine innovativen Ansätze in Sachen Führung.

Ein guter Grund, einmal genauer hinzusehen: Wie tickt der Plattenboss, wenn es um die Eigenschaften seiner Führungskräfte geht? Eine Frage mit zehn Antworten.

  1. Die Fähigkeit, anders zu denken
  2. Ein guter Talent-Scout sein
  3. Eine positive Unternehmenskultur
  4. Die Fähigkeit, abgeben zu können
  5. Zuhören und von anderen lernen
  6. Zupacken und Präsenz zeigen
  7. Entscheidungsfreudig sein
  8. Rückschläge schnell wegstecken
  9. Auf Kleinigkeiten achten
  10. Leidenschaft für den Job

Ein cleverer Kopf an der Spitze reicht nicht aus. Um eine mächtige Unternehmensgruppe wie die Virgin Group auf der Erfolgsspur zu halten, braucht es fähige Mitarbeiter – vor allem in Führungspositionen. Und für deren Auswahl hat Richard Branson offenbar ein gutes Händchen. Was ihm dabei wichtig ist, lesen Sie in diesem Blogtext.

1. Die Fähigkeit, anders zu denken

Es gibt keine geheime Erfolgsformel für das Management. Wahre Führungspersönlichkeiten haben ihre eigene Art, die Dinge anzugehen“, bemerkte Sir Richard einmal in einem Interview mit dem Daily Telegraph.

Es ist die Fähigkeit, ihre Aufgaben gedanklich anders zu bewältigen, die sie von anderen unterscheidet.

Branson vergleicht seinen eigenen, auf Zusammenarbeit und demokratischen Prinzipien basierenden Führungsstil mit dem des Apple-Gründers Steve Jobs. Dabei war Jobs für seine autokratische Art zu führen bekannt.

Den einen ultimativen, allgemeingültigen Weg zur erfolgreiche Unternehmensführung gibt es nicht. Es geht vielmehr darum, seinen eigenen Stil zu finden, der zum Unternehmen passt und vorhandene Talente fördert.

2. Ein guter Talent-Scout sein

Zu den wichtigsten Eigenschaften einer Führungskraft gehört für Branson die Fähigkeit zum Erkennen und Fördern von Talenten.

Bei der Personalführung geht es um Menschen“, so Branson.

„Wie auch immer der Führungsstil und die Methoden aussehen – Sie müssen an sich selbst, an Ihre Ideen und an Ihre Mitarbeiter glauben. Niemand kann ohne ein großartiges Team erfolgreich sein.“

Dem Virgin-Boss zufolge ist es zwar wichtig, dass Mitarbeiter die Qualifikationen, Erfahrung und Motivation mitbringen – aber sie müssen auch als Persönlichkeiten ins Unternehmen passen. Die perfekten Kandidaten für eine Aufgabe gilt es nicht nur im Bewerbungsgespräch zu erkennen, sondern auch in der täglichen Arbeit.

3. Positive Ausstrahlung

Fachliche Kompetenzen sind nicht entscheidend, wenn es um Personalführung geht – meint zumindest Sir Richard. Dieser Meinung schließen wir bei Robert Half uns übrigens voll an.

Bransons Philosophie lautet vielmehr: „Persönlichkeit zählt mehr als der Lebenslauf.”

Führungskräfte benötigen seiner Meinung nach vor allem jede Menge Soft Skills, um ihre Mitarbeiter kompetent zu führen. Breit gefächerte Erfahrungswerte und ein mitreißender Charakter können dabei wichtiger sein als ein beeindruckender Lebenslauf mit diversen Auszeichnungen, erklärte er 2014 in einem Interview mit dem Forbes-Magazin.

Das verlangt Unternehmen mitunter allerdings einen Vertrauensvorschuss ab. Diesen zu gewähren fällt innerhalb der eigenen Reihen oft leichter als gegenüber externen Bewerbern. Vielleicht auch ein Grund, dass Branson Führungspositionen gerne über interne Beförderungen besetzt.

In jedem Fall sieht er in der internen Rekrutierung ein starkes Signal in Richtung Belegschaft: Wer seinen Job mit Leidenschaft macht und Führungsqualitäten zeigt – ganz gleich auf welcher Karrierestufe –, wird dafür belohnt.

Selbstverständlich erwartet auch Branson von seinen Führungskräften, dass sie ihre Position ernst nehmen – aber der Spaß sollte dabei nicht zu kurz kommen: „Wir verbringen rund 80 % unseres Lebens mit Arbeit. In unserer Freizeit wollen wir Spaß haben – warum sollten wir dann nicht einfach Spaß bei der Arbeit haben?“

Die eigene Begeisterung für die Arbeit auf das Team zu übertragen, gehört für Branson ganz klar zu den wichtigen Eigenschaften einer guten Führungskraft. Außerdem sorgt sie so ganz nebenbei für eine positive Unternehmenskultur.

Was bedeutet Führung?

Im Allgemeinen wird unter Führung die zielgerichtete Beeinflussung anderen innerhalb von Organisationen verstanden, die dem Erreichen eines gemeinsamen Ziels dient. Im Unternehmerischen Kontext gibt es unzählige Definitionen von Führung und noch mehr Ansätze und Theorien, wie gute Führung aussieht. Unabhängig vom jeweiligen Führungsstil geht es letztlich immer darum, das Verhalten anderer zu lenken.

4. Die Fähigkeit, delegieren zu können

Delegieren ist bekanntermaßen elementar für Führungskräfte – das sieht selbst der unorthodoxe Regelbrecher Branson so.

Allerdings unterscheidet sich sein Fokus dabei durchaus von denen anderer Führungskräfte, denen es dabei primär um die Reduzierung des eigenen Workloads geht: „Ich habe immer an die Kunst des Delegierens geglaubt, um so die besten Leute bei Virgin zu fördern und ihnen die Freiheit und die Chance zum Weiterkommen zu geben“, so Branson zum Daily Telegraph.

„Wenn Sie nicht immer vor Ort sind, müssen zwangsläufig andere im Unternehmen den Ton angeben. Das wiederum gibt ihnen die Chance, selbst Führungskompetenzen zu entwickeln, baut Selbstvertrauen auf und stärkt so das Geschäft.“

Was macht eine gute Führungskraft aus? Fragt man Richard Branson, sorgen gute Führungspersönlichkeiten dafür, dass andere den Raum zur Selbstentfaltung erhalten: „Mitarbeiter wollen wissen, ob ihr Wort Gewicht hat oder ob sie nur ein kleines Rad im Getriebe sind. Sie möchten angenommen werden.”

5. Zuhören und von anderen lernen

Führung bedeutet für Branson also auch, nicht immer alles selbst zu lösen: Zuhören und Lernen sind für ihn zentrale Kompetenzen in der Führung.

Denn eine höhere Position oder längere Berufserfahrung sorgt nicht automatisch für eine Monopol auf innovative Ideen oder gute Lösungen.

„Als Führungskraft sollten Sie stets aufmerksam zuhören. Seien Sie vor Ort, machen Sie sich Notizen – Sie werden überrascht sein, was Sie dabei alles mitnehmen”, rät Branson. Viele seine Erfolge habe er der Arbeit mit inspirierenden Menschen und klugen Köpfen zu verdanken.

6. Präsenz zeigen

Gute Führungskräfte sind für Branson präsente Führungskräfte, die auch mal mit anpacken. „Laufen Sie durch die Flure und lernen Sie Ihre Mitarbeiter kennen!”, fordert Branson. „Obwohl ich schon seit Jahren aus dem Tagesgeschäft bei Virgin raus bin, finde ich immer noch extrem wichtig, mich inmitten meiner Belegschaft zu bewegen.”

So werden Führungskräfte von Mitarbeitern als Teil des Teams wahrgenommen; als jemand der Seite an Seite mit ihnen dieselben Interessen verfolgt. Und nicht als jemand, der aus der Ferne die Fäden in der Hand hält, aber weit weg von allem ist.

7. Entscheidungen treffen und umsetzen

Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, gehört zu den wichtigsten Eigenschaften einer Führungskraft. Entscheidungen müssen allerdings nicht nur getroffen, sondern eben auch umgesetzt werden.

Natürlich sind Sie als Führungskraft befugt, ihren Mitarbeitern neue Marschrichtungen zu diktieren. Den Respekt Ihres Teams verdienen Sie sich allerdings, wenn Sie bei der Umsetzung selbst die Ärmel hochkrempeln. Bei Robert Half e.

Der erfolgreiche Unternehmer sieht den Schlüssel zum Erfolg in der gelungenen Balance zwischen der Kooperation mit dem Team und dem Entscheiden an der Spitze. „Es gibt Zeiten, in denen eine starke Führung unabdingbar ist, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden”, so Branson.

8. Rückschläge schnell wegstecken

Wenn es nach einer Entscheidung nicht so läuft wie geplant, zieht Branson gern seine Erfahrungen aus dem Sport heran:

Eine entscheidende Lektion habe ich beim Tennis gelernt: Sie müssen mit jedem Punkt einzeln umgehen. Tennis ist wie das Geschäftsleben sehr schnell. Wer zu lange über den verlorenen Punkt nachdenkt, verpasst die Gelegenheit, den nächsten Satz zu gewinnen.”

Diese Erkenntnis reicht weit über den Platz hinaus. Es sei extrem wichtig, den letzten Fehler schnell hinter sich zu lassen, um die nächste Herausforderung erfolgreich angehen zu können.

9. Auf Kleinigkeiten achten

Der Blick fürs Detail gehört laut Branson ebenfalls zum Kompetenz-Portfolio guter Führungskräfte. Wer eine Unternehmenskultur aufbauen will, in der auch die kleinen Dinge wichtig sind, müsse dies selbst tun – und zwar im Daily Business.

Das kann das Bearbeiten von Kundenbeschwerden oder ein Überraschungsbesuch bei den Mitarbeitern aus der Kundenbetreuung sein. Eine Pflichtübung ist das für ihn keinesfalls: Der Daily Mail versicherte er, dass man beim Lösen vermeintlich kleiner Probleme durchaus großen Spaß haben könne.

10. Leidenschaft für den Job

Nicht alle Kompetenzen lassen sich erlernen; manche Eigenschaften müssen gute Führungskräfte einfach mitbringen. Eine davon: Leidenschaft für den Job – bei strategischen Entscheidungen ebenso wie beim Aufbau des Teams oder der Mitarbeitermotivation.

„Wenn Sie lieben, was Sie tun, sind Sie kreativer, haben bessere Ideen und tragen diesen Schwung in die Firma hinein”, so Sir Richard.

 

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