10 Dinge, ohne die Sie bestimmt nicht befördert werden

Von Alenka Mladina 23. November 2014

Beförderungen sind ausschließlich das Ergebnis harter Arbeit? Nicht unbedingt. Vielleicht haben Sie auch schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Sie trotz vollem Einsatz und Bestleistungen nicht befördert wurden? Unsere Personalberater haben 10 strategische Tipps identifiziert, mit denen Sie sich als idealer Kandidat für die nächste Beförderung positionieren.

Definieren Sie Ihre Ziele 

Die Voraussetzung Nummer 1 für eine Beförderung lautet: Sie müssen wissen, was Sie wollen. Was versprechen Sie sich davon, Team- oder Abteilungsleiter zu werden? Welche Ziele möchten Sie erreichen, welche Aufgaben übernehmen?

Und kommen Sie mit höherer Verantwortung und eventuell längeren Arbeitszeiten klar? Sind Sie sich der Anforderungen an eine Teamführung bewusst? Wenn Sie diese Fragen positiv beantworten können und Ihre Karriereziele definiert haben, herzlichen Glückwunsch! Sie haben jetzt den Grundstein für Ihre Beförderung gelegt. Tipp: Definieren Sie Ihre Ziele SMART!

Beschaffen Sie sich wichtige Informationen

Die Erfahrung unserer Personalberater zeigt, dass Chefs für eine Beförderung fast ausschließlich die Mitarbeiter in Betracht ziehen, die über den Tellerrand hinausschauen. Daher gilt es nun, Informationen über Ihr Unternehmen und Ihre Branche zu sammeln, um die folgenden Fragen beantworten zu können:

  • Wo gibt es Verbesserungspotenzial?
  • Was macht die Konkurrenz besser?
  • Auf welche Branchenentwicklungen muss Ihr Unternehmen reagieren?

Für eine Beförderung müssen Sie Optimierungspotenziale allerdings nicht nur identifizieren, sondern auch Lösungsvorschläge parat haben.

Bauen Sie sich ein internes Netzwerk auf

Wer vom Chef befördert werden will, sollte die Strukturen innerhalb der Firma gut kennen. Ihre erste Anlaufstelle für aktuelle Informationen über den eigenen Betrieb ist das Intranet und ein enger Austausch mit Kollegen, idealerweise mit anderen Team- oder Abteilungsleitern.

Versuchen Sie, so viel Input wie möglich einzuholen und sich ein gutes internes Netzwerk aufzubauen. Dieses Netzwerk kann Ihnen übrigens nicht nur zum beruflichen Aufstieg verhelfen. Sie werden von diesem engen Austausch auch stark nach der Beförderung profitieren.

Gewisse Themen werden Sie gerade dann, wenn Sie mit der neuen Position auch Teamverantwortung übernehmen, nicht mehr mit Ihren Mitarbeitern besprechen können.

Bauen Sie sich ein externes Netzwerk auf

Neue Ideen entstehen zwar auch im eigenen Unternehmen. Wichtige Impulse und neue Markttrends spüren Sie aber häufig erst im Kontakt mit externen Parteien auf. Dazu bieten sich vor allem Branchentreffen und Fachmessen an. Auch bei Industrieverbänden und relevanten Fachmedien können Sie sich über neue Entwicklungen informieren.

Schließlich erwarten Chefs bei anstehenden Beförderungen von ihren Mitarbeitern, dass sie über Entwicklungen stets auf dem Laufenden sind und vorausschauend planen. Wenn Sie ausreichend Informationen (intern und extern) gesammelt haben, strukturieren und priorisieren Sie.

Überlegen Sie dann, in welche Position Ihr Chef Sie befördern könnte – oder welche Stelle man vielleicht neu schaffen könnte.

Zeigen Sie auch ihre soziale Kompetenzen

Im nächsten Schritt auf dem Weg zur Beförderung benötigen Sie Fertigkeiten, die der Harvard Business Manager als „nicht verhandelbare Voraussetzungen“ bezeichnet. Dazu zählen unter anderem soziale Kompetenzen, die laut aktueller Studien für jeden Angestellten immer wichtiger werden und auf die Chefs bei Beförderungen immer mehr achten.

Fehlen Ihnen Soft Skills, die in Ihrem Unternehmen eine wichtige Rolle spielen, wird es mit der Beförderung schwierig. Überlegen Sie, ob Sie in diesem Fall bessere Chancen auf eine Promotion bei einem anderen Arbeitgeber haben.

Eine Beförderung bedeutet auch mehr Verantwortung zu übernehmen

Selbstverständlich zählt zu den persönlichen Fähigkeiten, auf die Chefs Wert legen, auch das Streben nach Verantwortung. Zeigen Sie im beruflichen Alltag, dass Sie nicht nur Verantwortung übernehmen wollen, sondern es auch können. Nutzen Sie die Chance immer, wenn es sich anbietet und Ihre Kompetenzen für die Aufgabe ausreichen. Bieten Sie sich als Projektleiter für neue Initiativen oder als Urlaubsvertretung für Ihren Vorgesetzten an. Wägen Sie aber genau ab, ob Ihre Erfahrung für die damit verbundene Verantwortung bereits ausreicht. Sonst riskieren Sie einen Misserfolg, der Ihren beruflichen Aufstieg unter Umständen verhindert.

Bilden Sie sich weiter

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Stärken genau kennen. Wenn Sie Ihrem Chef das nächste Mal Ihre Bereitschaft für mehr Verantwortung oder Verbesserungsvorschläge unterbreiten, sollten Sie auch Ihre Stärken nennen. Damit zeigen Sie, dass genau Sie der Richtige sind, um die entsprechenden Maßnahmen auch umzusetzen und der ideale Kandidat für die nächste Beförderungsrunde sind.

Sie werden aber auch hin und wieder feststellen, dass Ihnen entsprechende Kompetenzen fehlen, um eine strategisch wichtige Aufgabe zu übernehmen oder sogar für eine Beförderung in Frage zu kommen. 

Nehmen Sie an entsprechenden Weiterbildungen oder Mentoringprogrammen in Ihrem Unternehmen teil. Fragen Sie Ihren Chef im nächsten Gespräch nach Angeboten. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihren Vorgesetzten über Ihre Weiterbildungen regelmäßig auf dem Laufenden zu halten. Stellen Sie einen Bezug zwischen dem neu erworbenen Wissen und aktuellen Erfolgen her. So beeindrucken Sie den Chef und zeigen, wie gut und schnell Sie Neues umsetzen können.

Werben Sie für sich

Machen Sie Ihren Chef auf sich aufmerksam. Wenn es niemandem auffällt, dass Sie mehr können und mehr zeigen möchten, werden Sie auf Ihre Beförderung lange warten müssen.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Vorgesetzten Sie als engagierten Mitarbeiter im Kopf haben, der über seine Pflichtaufgaben hinausgeht, das „große Ganze“ im Blick hat, Ziele steckt, die im Einklang mit den Unternehmenszielen stehen, und diese auch erreicht.

Führen Sie regelmäßige Feedbackgespräche mit Ihrem Vorgesetzten, die idealerweise mindestens quartalsweise und nach jedem Projektabschluss stattfinden sollten. Nutzen Sie die Kritikpunkte immer als Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Übertreiben Sie es nicht

Achten Sie stets auf den Aufwand, den Sie für Ihre Beförderung betreiben. Ihre eigentlichen Aufgaben dürfen auf keinen Fall darunter leiden. Wählen Sie deshalb klug, wann und wie oft Sie neue Projekte übernehmen oder sich mit Kollegen austauschen. Nutzen Sie dafür vor allem die Mittags- oder Kaffeepausen.

Sie müssen auch nicht bei jedem Branchentreffen mit dabei sein. In der Regel können Sie sich in kurzer Zeit auch über eine Nachlese über neue Trends informieren. Nutzen Sie Ihre Pendlerzeit, um Fachblätter oder relevante Newsletter zu lesen, Podcasts zu hören oder Onlinekurse zu belegen.

Schließen Sie einen Arbeitgeberwechsel nicht aus

Bedenken Sie bitte: Im Berufsleben ist nichts in Stein gemeißelt. Interne Strukturen verändern sich ebenso wie erfolgreiche Konzepte. Selbst wenn Sie eine Strategie für Ihre interne Beförderung entwickelt haben, sollten Sie deshalb die Augen stets offen halten und Ihr Vorgehen und Ihre Ziele regelmäßig prüfen.

Manchmal heißt das, dass Ihre Beförderung schneller kommt als Sie gedacht hätten. Manchmal heißt das aber auch, dass Ihre Beförderung nur mit einem Arbeitgeberwechsel möglich ist.

Letztendlich sollten Sie sich die Zeit geben, die Sie persönlich benötigen, um für die nächste Beförderung bereit zu sein. Gehen Sie Schritt für Schritt vor und überstürzen Sie nichts (wie gesagt, zu viel Engagement schadet der Beförderung, Tipp 9).

Ob und wann Sie für einen Aufstieg und mehr Verantwortung bereit sind, entscheiden allein Sie. Das kann Ihnen weder Ihr Chef oder Ihre Kollegen noch Ihr Partner abnehmen.

Haben Sie bereits eine Strategie für Ihre nächste Beförderung entwickelt? Schreiben Sie uns, wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen.

 

Bildquelle: © ra2 studio - Fotolia.com

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